Stoneman Glaciara
2025 - Der schweizer Stoneman
Nachdem Frank und ich in diesem Jahr jeder für sich ein paar Mal mit mäßigem Erfolg fremd gegangen sind, musste es doch noch mal sein. Wir haben uns recht spät und recht spontan auf den Stoneman Glaciara geeinigt. Die Zugverbindung passte, Hotels waren fix gebucht.
Tag 1
die erste Schleife 70km - 2500hm
Der erste Abend im Hotel Joopi in Reckingen war sehr schön. Es ist ein einfaches aber gemütliches Hotel mit toller Küche. Am folgenden Morgen ging es los zum Silber-Projekt. 2 Tage, 125 Kilometer und weit über 4000 Höhenmeter. Eines vorweg, Genuss ist anders. Die Tour ist als Radtour deklariert. Soll heißen, man FÄHRT Rad. Tut man aber zu oft nicht. Dieser Stoneman hat ZU VIELE Schiebepassagen. Der Tourenverlauf mit den zwei großen Anstiegen lässt nur eine sinnvolle Teilung auf 2 Tage zu. Die beiden euphorisch gepriesenen Single Trail Schleifen (Moosfluh und Märjela) erreicht man nach knapp 2000 Höhenmetern. UND DA HAT MAN KEINEN BOCK MEHR ZU SCHIEBEN, Herr Stauder! Die tollen Aussichten konnte ich zumindest nicht mehr genießen. Viel schlimmer, schon unten im Anstieg löste sich die Sohle von meinem Radschuh. Zuerst mit dem Panzertape von dem coolen Waldarbeiter geflickt lief es, vor allem beim fahren. Nur beim schieben ging das schnell kaputt. Zum Glück habe ich nochmal frisches Tesa an einem Bikeverleih bekommen. Das Hotel am Abend war richtig schlecht, uns war es egal. Das Frühstück am nächsten Tag war so schlecht wie das Hotel.
Hotel Joopi
Schweiz
Heiko
Frank am Aletsch-Gletscher
Tag 2
die zweite Schleife 55km - 1600hm
Am 2. Tag gab es die Empfehlung, das Breithorn wetterbedingt zu umfahren. Man sollte den Berg „von hinten“ bis zur verlegten Stempelstelle anfahren. Frank hat drauf geschissen und ist oben drüber. Respekt! Ich hatte Angst um meine Schuhe, die waren zwar frisch getaped, aber schieben hätten die nicht lange mitgemacht. Ich fuhr das Breithorn von hinten bis auf knapp 2000 Meter Höhe an, habe die Stempelstelle nicht gefunden und bin dann zurück die Original Strecke. Frank ist ganz original oben drüber und durfte die tolle Aussicht auf knapp 2500 Metern Höhe bewundern. Am Ende war Frank nicht viel später im Hotel. Wir waren wieder im Joopi, da war es wieder schön.
Frank allein fast oben
…die Schuhe haben gehalten…
So Herr Stauder und ihr ganzen Jubeljünger, wir glauben euch nicht, wenn ihr sagt, ganz toll dieser Stoneman! Cross Country Leute, die das konditionell schaffen, kotzt das schieben an, die super-tollen S3-Piloten haben in der Regel nicht die Kondition. Dazwischen bleiben nicht viel übrig, die wirklich Spaß an dieser Tour haben. Ardennen und Erzgebirge sind da viel schöner. Der Gletscherblick reißt das nicht raus.