Green Divide 2025 - Im Frühjahr durch die Niederlande
Frank und ich wollten etwas Neues kennenlernen. Anreise sollte wie immer halbwegs einfach sein. Und so ging es nach Holland. Inspiriert von der gleichnamigen Komoot Tour von Erwin Sikkens wollten wir das grüne Band (mit richtigem Wald…) zwischen Zwolle und Utrecht beradeln. Wir haben die originale Tour gehörig eingekürzt, damit An- und Abreise einfacher waren. Auch wollten wir mal 3 entspannte Tage haben, anders als zuletzt bei der Ultima East.
Tag 1
Amersfort - Amerongen 41km
Am ersten Tag ging es in Amersfoort los, dorthin kommt man bequem mit der Eisenbahn von Deutschland. Dieses Mal (und hoffentlich noch öfter) hatten wir Special Guest Martin mit dabei. Am ersten Tag, wir hatten nur noch den Nachmittag, ging es nach Amerongen, lässige 40km ruhige Straßen, viele Radwege im Wald und vor allem die coolen Trails parallel zu den Radwegen. In Amerongen haben wir im Buitenlust eingecheckt. Die Zimmer waren super, die Räder standen gut, das Bier und die Burger haben geschmeckt.
Vorfreude
Tag 2
Amerongen - Beekbergen 100km
Am 2. Tag ging es nach Beekbergen. Am Morgen war es noch arschkalt, aber die Sonne schien. Wir hatten viel ähnliche Wege wie am ersten Tag aber auch einige Stücke mit Schuggersand wie in Brandenburg. Es war wieder ein kurzweiliges Langhinrollen, ohne sich totzumachen. Der Erwin S. hat da was Feines zusammengebaut. Hinten raus zog sich der Tag etwas. Es wurden ja immerhin 100 Kilometer. Übernachtet wurde im Hotel Spelderholt. Hier wird Inklusion gelebt und funktioniert. Das habe ich so noch nie gesehen.
Martin
Tag 3
Beekbergen - Stakenberg 75km
Am 3. Tag sollten es nur 75 Kilometer werden, wir konnten uns alle Zeit der Welt lassen. Am Vormittag ging es durch die endlose holländische Steppe, kein Mensch, kein Haus, kein Auto. Und dann erschien dieser seltsame Betonklotz. Wir stehen ja grundsätzlich nicht so auf Sehenswürdigkeiten, aber die Sendeanlage Radio Kootwijk war schon krass. Da haben die Niederlande vor 100 Jahren ein Betonmonster ins Niemandsland gebaut, und die Nazies haben das Ding als Funkbasis für ihre U-Boote genutzt. Später gab es wieder lustige Spaß-Trails neben der Route. Der Green Divide ist im Frühjahr sicher sehr grün, wir waren jedoch 3 Wochen zu früh dort. Die langen Abschnitte außerhalb der Wälder hatten eher Steppencharakter. Im Restaurant Buitenplaats Het Loo gab es lecker Käffchen und Toast. Ein paar Kilometer weiter haben wir den Mädels beim Dorf - Moto Cross zugesehen. Am frühen Abend haben wir im Hotel Stakenberg eingecheckt. Die Zimmer waren wieder gut, das Abendessen ebenso. Es scheint ein beliebtes Ausflugshotel für Niederländer zu sein, es war gut besucht.
Radio Kootwijk
Steppe
Pause
Tag 4
Stakenberg - Apeldorn 22km
Der letzte Tag sollte entspannt werden, es ging nur nach Apeldorn zum Zug. Aber selbst diese gut 20 Kilometer fühlten sich für mich hart an, Frank jung und fit fuhr vor, Martin kurz dahinter und ich litt vor mich hin.
Heiko
Bewegte Bilder von der Tour: